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Schubart Literaturpreis

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Christian Friedrich Daniel Schubart war zweifelsohne ein Multitalent. Aufgewachsen im Aalen des 18. Jahrhunderts, wusste der deutsche Dichter, Journalist und Komponist sowohl mit Wörtern als auch mit Tönen virtuos umzugehen.

Diese Multimedia-Reportage zeigt, warum er als kritischer Geist seiner Zeit galt und wie er bis heute Aalens Literatur und Kultur beeinflusst.


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Schubart als Komponist: "Die Forelle", sein bekanntestes Lied

CD: "Lieder eines gefangenen Rebellen"

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Zu Schubarts Lebzeiten (1739-1791) galt seine Überzeugung
– das freie Wort – als unerwünscht. Vor allem, wenn es derart scharfzüngig gegen die Obrigkeit eingesetzt wurde, wie es der Dichter und Musiker gerne tat.

Doch wollte sich der impulsive Schubart seine Meinung nicht verbieten lassen. Was ihm missfiel, das prangerte er an.
Was er dachte, das veröffentlichte er. Als sein Lebenswerk gab Schubart ab 1774 die Zeitschrift „Deutsche Chronik" heraus, die Nachrichten aus aller Welt, genauso wie Kommentare zu sozialkritischen Themen und politischen Entwicklungen enthielt. Damit zeigt er sich als mutiger Denker und Journalist, der seinen Überzeugungen treu blieb –  trotz des hohen Preises, den er mit zehnjähriger Haft auf dem Hohenasperg bezahlen musste.

C.F.D. Schubart
Provokateur und Lebemann





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Diese Haltung war elementar für Schubart. Mit seinen Texten bezog er Position. Impulsiv vertrat er neue Perspektiven. In dieser Tradition vergibt die Stadt Aalen seit 1955 den Schubart-Literaturpreis.

Geschichte eines Preises

Auf der Suche nach den Richtigen
Jury-Mitglied Verena Auffermann zu Auswahlkriterien für den Schubart-Literaturpreis

Wie finden Sie mögliche Kandidaten für den Preis?
"...Stöbern, lesen, wissen, nachdenken, immer wieder überprüfen und in der Jury mit Leidenschaft diskutieren."

Was zeichnet die Werke potentieller Preisträger aus?
"Literarischer Glanz, intellektuelle Schärfe, stilistische Vehemenz und ein Inhalt, der unsere Zeit durchleuchtet."



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Mit einem der ältesten Literaturpreise in Baden-Württemberg wurden schon mehr als 60 Dichter und Autor/Innen ausgezeichnet. Sie verbindet ein eigener Blick auf die Welt. Gekonnt und mutig erzählen sie auf unterschiedlichste Weise ihre Geschichten.

Aktueller Preisträger ist Saša Stanišić mit seinem Erzählband "Fallensteller".

„Alle großen Dichter sind auch Verbesserer, oft Umbilder ihrer Sprache geworden, sie rangen mit der Sprache wie Jakob mit Gott. Keines Volkes Sprache wurde je groß, stark, schön und reich ohne die Bearbeitung großer Dichter."
Zitat von C.F.D. Schubart, "Deutsche Chronik" 1792

Festwochenende 2017

Jurymitglieder des Schubart-Literaturpreise


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Zusammen mit der Kreissparkasse Ostalb verleiht die Stadt Aalen den Literaturförderpreis. Er wird seit 2011 vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Schubart würde diese Auszeichnung "liken": Denn es geht um die Förderung junger literarischer Talente.

"Isabelle Lehn, unsere Preisträgerin, hat einen Roman über die große Irritation geschrieben, die unseren Alltag zunehmend prägt. Es geht um die Grundfesten unserer Identität! Wie verändern wir uns, wenn wir eine Rolle übernehmen."
Jury-Begründung für Dr. Isabelle Lehn, Preisträgerin 2017, „Binde zwei Vögel zusammen“

Preisträger Literaturförderpreis

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Zu Ehren der Preisträger lädt die Stadt Aalen alle zwei Jahre zu einem Festakt ein. Die ausgezeichneten Autoren lesen aus ihren Werken und bieten Zeit und Raum für persönliche Gespräche und literarischen Austausch.

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Dass Schubart als Dichter und Komponist gut in Deutsch und Musik war, ist offensichtlich. In seinen Schriften sind aber auch Themen zu entdecken, die den Fächern Gemeinschaftskunde, Geografie und Kunst zuzurechnen sind. Diese geisteswissenschaftlichen Fächer sind die Basis für die Vergabe des Schubart-Abiturpreises an den Aalener Gymnasien. Wer hier den besten Notendurchschnitt erzielt, wird von der Stadt Aalen ausgezeichnet.

„Unsere Schülerinnen und Schüler sollen Schubart kennen und in seinem Sinne zu kritischem Denken angeregt werden.“ Oberbürgermeister Thilo Rentschler

Schubart in der Schule






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So intensiv wie sich Schubart mit Dichtung, Musik und Literatur beschäftigte, so setzen Musikschule, Stadtbibliothek und das Theater der Stadt Aalen auf das junge Publikum. Ob Musik, szenisches Spiel oder Literatur – hier können Kinder und Jugendliche kreativ aktiv sein. Denn Kultur macht Kinder stark!

Bereits seit 1992 treffen die Stars der Kinder- und Jugendliteraturszene während der „Aalener Kinderbuchwochen“ ihr Publikum. Paul Maar, Mirjam Pressler, Gudrun Mebs, Fabian Lenk, Manfred Mai und viele andere haben die jungen Fans begeistert. Nächster Festivaltermin: 28. Februar bis 16.März 2018.

Im Herbst 2019 steht dann mit den „25. Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendliteraturtagen“ ein weiterer Höhepunkt an. Mit Musik, Theater, Literatur, Spiel und Spaß für Kinder, Jugendliche - und für alle jung gebliebenen Literaturbegeisterte.

Aalener Kinderbuchwochen 2018

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Pointiert, mutig und manchmal auch provozierend betrachten wortstarke Persönlichkeiten die Welt. Neue Perspektiven öffnen sich. Ob in Lesungen, Konzerten, Gesprächen oder Filmen, immer geht es in "wortgewaltig" wie bei Schubart um Worte, Töne und Meinungen. Zu Gast in wortgewaltig waren unter anderem: Thomas Roth, Heiner Geissler, Eva Mattes, Hanns-Josef Ortheil, Hannes Wader, Hans Leyendecker.

Ein Blick ins Programm wortgewaltig 2017

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Wer C.F.D Schubart sucht, findet ihn das ganze Jahr über in Aalen: nicht nur im Rahmen kultureller Veranstaltungen, sondern auch als Büste, Denkmal oder Bildnis neben der Stadtkirche
in der Nähe des Hauptbahnhofs
und an der Bierhalle.

Mit der Frage "Zeit für Kunst?" lädt die Stadt Aalen jeden ein, eine persönliche Entdeckertour zu zahlreichen Kunstwerken zu starten, die über den Stadtpark, öffentliche Plätze und Gebäude verteilt sind.

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"Nur wahre Freiheit sieht der große,
Der biedre weise Mann.
Jedoch der Strudelkopf, der Thor, der Zügellose
Legt sich durch Widerstand
Selbst Sklavenfesseln an."

Christian Friedrich Daniel Schubart, 1739-1791

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Dr. Stefan Kister, Kulturjournalist der Stuttgarter Zeitung, würdigte Saša Stanišić in seiner Laudatio für sein aktuelles Werk „Fallensteller“. „Denn bei diesem Autor gibt es nichts Halbes, einfach so dahin Geworfenes, nichts Tausendmal-schon-Gesagtes. Vielmehr ringt jedes Wort darum, die große Hoffnung offen zu halten und nicht zur billigen Weisheit zu verkommen.“ überreicht.

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Die Literaturexpertin Verena Auffermann würdigte die Autorin für ihren Debütroman „Binde zwei Vögel zusammen“: „Isabelle Lehn hat einen Roman über die große Irritation geschrieben, die unseren Alltag zunehmend prägt. Es geht um die Grundfesten unserer Identität! Wie verändern wir uns, wenn wir eine Rolle übernehmen.“  

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Übersicht

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Kapitel 1 Mutig. Pointiert. Provokant.

Schubart projektion 2017 bearbeitet
Kapitel 2 Lied

Johann g. ettlinger  schubart  stadt aalen
Kapitel 3 Kritisch hinterfragen!

Verena auffermann
Kapitel 4 Oberbürgermeister T.R.

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Kapitel 5 Schubart-Literaturpreis

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Kapitel 6 Literaturförderpreis

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Kapitel 7 Festwochenende

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Kapitel 8 Abiturpreis

Schubart abiturpreis 2017 stadtaalen
Kapitel 9 Kultur für Kinder

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Kapitel 10 Teil 2: wortgewaltig

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Kapitel 11 wortgewaltig1

Stadt aalen wortgewaltig 2018
Kapitel 12 wortgewaltig2

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Kapitel 13 Kunst im öffentlichen Raum

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Kapitel 14 Schubart-Zitat

Schubart projektion 2017 bearbeitet
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